9 August 2011 0 Kommentare

Die verschiedenen Wirtschaftszweige

WirtschaftsgebieteWirtschaftszweige sind einfacher gesagt die Branchen der Wirtschaft. Sie bestehen aus Gruppen verschiedener Unternehmen, die ähnliche Güter herstellen. Für Unternehmen erfolgt eine Eingruppierung in eine Branche nach dem produzierenden Gut oder der erbrachten Dienstleistung. Neben dieser Zuordnung kommt es auch zu einer Zusammenfassung der Betriebe, die mit den gleichen Herstellungsverfahren oder auch den gleichen Ausgangsstoffen arbeiten. Die Wirtschaftszweige werden von dem in Wiesbaden ansässigen statistischen Bundesamt nach den charakteristischen Produkten und den erstellten Dienstleistungen unterteilt.

Der Begriff und die Unterteilung

Der Begriff an sich wird überwiegend in der Wirtschaftsstatistik verwendet. Es zuletzt eine Arbeitsstättenzählung am 27.5.1970 gegeben. Hier wurden die Branchen und Unternehmen nach den Produkten und Leistungen die erzeugt bzw. erstellt werden, unterteilt. Es handelt sich hierbei um folgende Wirtschaftszweige: Land-, Forst- und Fischereiwirtschaft, verarbeitendes Gewerbe, Bergbau/Energie und Wasserversorgung, Baugewerbe, Nachrichten, Handel, Verkehr, Banken und Versicherungen, freie Berufe, sonstige Dienstleistungen, Gebietskörperschaften, Sozialversicherungen und nicht-erwerbswirtschaftliche Organisationen. Für die Bildung der speziellen Betriebswirtschaftslehren nach den Instituten liegt eine Einteilung von den Unternehmen nach gewissen Wirtschaftszweigen zugrunde.
Es gibt Institutionen der Betriebswirtschaft und eine Wirtschaftslehre, die sich mit den strukturellen und auch funktionalen Problemen von Unternehmen in den jeweiligen Wirtschaftszweigen beschäftigen. Dabei umfasst sie alle betrieblichen Bereiche der Funktionen.

Neue Wirtschaftszweige

In der Wirtschaft und den Wirtschaftszweigen haben sich neue Wirtschaftszweige entwickelt. Man muss hier nur einmal an das Internet denken. Gerade auch die virtuellen Güter der Onlinegames stellen im Grunde eine neue Branche dar. Schließlich müssen die Güter auch produziert werden. Diese brauchen die Gamer, damit sie in einem Spiel weiterkommen können. Vor allem aber boomt auch der Markt mit den virtuellen Gütern. Nun sollen die virtuellen Güter in China sogar besteuert werden. Und es gibt nicht wenige Unternehmen, die solche virtuellen Güter für Onlinegames produzieren, sodass diese einen eigenen Wirtschaftszweig darstellen.

Klassifikation der Wirtschaftszweige

In der Geschichte der Klassifikation von den Wirtschaftszweigen gibt es in den verschiedenen Staaten erhebliche Unterschiede. Der weltweite Standard ist im Grunde die „International Standard Industrial Classification, kurz ISIC, von der UNO. Mehr als 150 Länder auf der ganzen Welt nutzen Wirtschaftszweigsystematiken. Diese beruhen direkt oder indirekt auf dem Standard der ISIC. Die Statistiken in Deutschland, Österreich und der Schweiz orientieren sich an den EU-Vereinbarungen, nämlich der „Statistischen Systematik der Wirtschaftszweige in der Europäischen Gemeinschaft, kurz NACE. Diese wiederum beruhen im weitesten auf dem UNO Standard. Wie schon erwähnt, nimmt das Statistische Bundesamt seit 1950 die Einordnung für den Wirtschaftsraum in Deutschland vor. Mit der aktuellen Klassifizierung aus 2008 ist der NACE eingesetzt worden.

Wichtigkeit einige Wirtschaftszweige

Es gibt einige Wirtschaftszweige, die in der heutigen Wirtschaft eine sehr wichtige Rolle spielen. Das ist nicht nur Deutschland der Fall, denn auch im Ausland spielen einige Branchen eine bedeutende Rolle. Hier braucht man nur einmal an die Tourismusbranche denken, von der einige Länder leben. Die Einteilung in die unterschiedlichen Wirtschaftszweige ist notwendig. Hierfür gibt es verschiedene Gründe. Man muss einfach einmal an die Nachrichten denken. Würde es keine Unterteilung geben, müssten die Nachrichtensprecher wohl jedes Unternehmen aufzählen, wenn beispielsweise über den Aufschwung bei Energieerzeugern gesprochen würde. Durch die Einteilung wird einiges leichter gemacht, sowohl für die Unternehmen, die Politik, die Verbraucher und die Wirtschaft.
Fotourheber: Eisenhans – Fotolia

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